Blutegel

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Was ist eine Blutegel Therapie?

Die Therapie mit Blutegeln funktioniert nach dem Prinzip des Ab- und Ausleitverfahrens kann verglichen werden mit dem Aderlass, da es bei der Behandlung zu Blutverlusten von 30-250 ml kommt.

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Die erste eindeutige Schilderung der Blutegeltherapie stammt aus der indischen Medizin. In Europa war der Blutegel von der Antike bis ins 19. Jahrhundert hinein ein unverzichtbarer Bestandteil der ärztlichen Therapie und in der Volksheilkunde.

Das Geheimnis des Erfolges der Behandlung mit den Blutegeln liegt im Speichelsekret der Tiere. Es enthält zahlreiche Substanzen, denen eine pharmakologische Wirkung zugeschrieben wird. So ist der Blutegel quasi eine kleine lebende Apotheke mit blutverdünnenden, schmerzstillenden, antibiotischen und entzündungshemmenden Stoffen. Während des Saugens nimmt der Blutegel menschliches Blut auf und spritzt gleichzeitig ein Sekret in den Körper des Patienten. Es sind mehr als 30 verschiedenen Substanzen in diesem Heilcocktail.

Regeneration

Wie läuft eine Blutegel Therapie ab?

Nach einer ausführlichen Befragung, Informiert die Fachperson den Patienten über die Blutegel und deren Behandlung. Sorgfältig wird anhand eines Konzepts, die meist mit andern Therapien der mediquant agieren, die Blutegel dort angesetzt wo es Sinn ergibt. Der Blutegel muss nicht zwingend auf der Stelle angesetzt werden wo der Schmerz vorhanden ist.

Der Patient wird bequem gelagert, denn die Behandlung kann bis zu zwei Stunden dauern.

Der Egel bleibt nach dem Biss während ca. 20 bis 60 Minuten haften, bis er sich mit Blut vollgesaugt hat. Danach fällt der Egel von selber ab.

Nachdem die Egel abgefallen sind, wird der Patient mit einem losen, sehr dicken Verband versorgt. Die Dauer der Nachblutung beträgt im Schnitt 4 bis 24 Stunden. Sie ist ein Bestandteil der Therapie. Sie ist wichtig zur Wundreinigung und hat entstauenden Effekt.

Um einen regelmässigen Verbandswechsel sicherzustellen, sollte dem Patient genügend Verbandsmaterial zu Hause haben.

Der Patient sollte für den Tag der Behandlung Ruhe einplanen und körperliche Betätigung vermeiden. Viel Trinken ist für die Unterstützung des Kreislaufes wichtig.

Ein Juckreiz der Wunde nach der Blutstillung ist nicht ungewöhnlich. Die Wunde darf nicht gekratzt werden, sondern soll gegebenenfalls mit einer Salbe (Ringelblume) eingerieben werden.

Die Blutegel dürfen aus hygienischen und Umweltschutzgründen (Artenschutz) nicht in der Natur ausgesetzt werden.

Nach der Behandlung müssen die Egel getötet werden. Dies geschieht durch tiefkühlen.

Blutegel

Was bringt mir eine Blutegel Therapie?

Nach dem Biss werden vom Egel Substanzen abgegeben, welche die Ausbreitung des Speichels im Körper begünstigen. Danach werden blutgerinnende Enzyme abgegeben. Schlussendlich entzündungshemmende Substanzen.

Diese physiologische Vorgänge, welche sich im Verlauf der Auseinandersetzung zwischen Egel und Patient entwickeln, werden therapeutisch genutzt.

Der Speichel des Blutegels besteht wahrscheinlich aus mehr als 100 bioaktiven Substanzen, wovon heute nur knapp 25 bekannt sind. Die bekanntesten sind:

  • Hirudin: hemmt die Blutgerinnung stärker als Heparin
  • Eglin: entzündungshemmend
  • Hyaluronidase: löst das Bindegewebe auf
  • Calin: hemmt die Aggregation der Thrombozyten und verursacht die lange Nachblutung
  • Destabilase M: löst Blutgerinnung
  • Destabilase L: wirkt antibiotisch

Die gerinnungshemmende Wirkung kann zu verbesserten Fliesseigenschaften des Blutes führen, vor allem wenn es eindickt.

Durch den Einfluss auf die Innenwand der Blutgefässe und auf bestimmte Blutkörperchen kann einer Blutverklumpung (Thrombose) vorgebeugt werden. Bestehende Blutklumpen können sich auflösen.

Die Egel Behandlung hat eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung.

Jede Egelbehandlung verursacht einen kleinen Blutverlust, der von unserem Körper mit einer angeregten Neubildung von Blut beantwortet wird.

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Wann wird eine Blutegel angewendet?

  • Venenerkrankungen
  • Krampfadern
  • Besenreiser
  • Venöse Stauungen
  • Venenentzündung
  • Lymphstauungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • allgemeine Schmerzsyndrome
  • Hörsturz
  • Tinnitus
  • Mittelohrentzündungen
  • Durchblutungsstörungen der Augen
  • Abszess (Eiteransammlung)
  • Blutergüsse (Hämatome)
  • Gürtelrose (Herpes zoster)
  • Hämorrhoiden
  • Angiopathie bei Diabetes Mellitus (nicht insulinpflichtig)
  • Arthrose
  • Muskelverspannungen
  • Myalgie
  • Verstauchungen und Zerrungen
  • Kopfschmerzen
  • Mensbeschwerden
  • Furunkel, Karbunkel
  • Herzenge (Angina pectoris)
  • Hirnschlag (Apoplexie)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
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